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Porzellan Ankauf

Georg Schomaker

Kunst- und
Antiquitätenhandel
Porzellan Ankauf in NRW und bundesweit. Wir machen Ihnen ein Angebot für Ihr Marken-Porzellan. Ankauf von Porzellanfiguren, Kaffeeservices und ausgesuchten Einzelteilen.
  • Ankauf von hochwertigem Porzellan
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Die Anfänge der Frankenthaler Porzellanmanufaktur liegen in einer, durch den Maastrichter Karl Franz Hannong (1669-1739) in Straßburg gegründeten, Pfeifenfabrik, die 1721 ihre Produktion auf Fayence umstellte. 1732 ging die Fabrik in den Besitz des ältesten Sohnes, Paul Anton (1700-1760) über. Sein Wunsch Porzellan herzustellen gelang ihm 1751 unter Mithilfe des 21jährigen „Wanderarkanisten“ Joseph Jakob Ringler. Allerdings untersagte man ihm dieses Unterfangen, da das Privileg zur Herstellung von Porzellan in Vincennes (ab 1756 in Sèvres) lag. Somit wandte er sich an die benachbarte Kurpfalz und da Meißen weit entfernt lag und der Transport eingekaufter Waren schwierig war, fand Hannong in Kurfürst Carl Theodor einen interessierten Förderer und Käufer. Am 26. Mai 1755 sprach dieser schließlich Hannong das Recht aus eine Porzellanmanufaktur in Frankenthal bei Mannheim zu errichten.

Nach dem frühzeitigen Tod seines ältesten Sohnes übergab er die Porzellanfabrik an Joseph Adam Hannong (1734 bis nach 1800). Mangels kaufmännischer Begabung tauchten bereits in

der zweiten Generation finanzielle Schwierigkeiten auf, die dazu führten, dass die Fabrik 1761 hoch verschuldet in kurfürstlichen Besitz überging. Durch die Übernahme des Kurfürstentums Bayern im Jahre 1777 und dem Umzug Carl Theodors nach München, wurde die Frankenthaler Porzellanmanufaktur vernachlässigt. Nach dem ersten Koalitionskrieg ging sie in den Besitz von Johann Nepomuk van Rekum über. Zwischenzeitlich wieder in kurpfälzischem Besitz gewesen, fiel sie im Zuge der Napoleonischen Besetzung in französische Hände. Die Familie van Rekum pachtete sie erneut, schloss sie jedoch kurze Zeit darauf. Die großen Restbestände wurden daraufhin versteigert.

Frankenthals Glanzzeit lag zwischen 1759 und 1770. Von Beginn an zeigte die Manufaktur einen eigenen Stil, der sich unter anderem in den Arbeiten des Fayence- und Porzellanmodelleurs Johann Wilhelm Lanz zeigte. Es entstanden u.a. Figuren aus der römischen Mythologie, allegorische Gruppen, wie die vier Jahreszeiten oder die vier Erdteile, aber auch Genrefiguren, die z.B. einen Bauern, einen Winzer oder einen Gärtner bei der Arbeit zeigten. Farblich mangelte es jedoch an Frische. Gerade den frühen Werken fehlte es an Leuchtkraft und das harte Weiß des Porzellans bildete einen starken Kontrast zu den recht dunkel bemalten Flächen.

Obwohl das Personal nicht wechselte, veränderte sich mit der Übergabe in fürstlichen Besitz der Stil. Es wurden zartere Pastelltöne verwendet und der Stil wurde eleganter. Zwischen 1762 und 1766 entwarf der später zum Hofbildhauer ernannte Franz Konrad Linck (1730-1793) die Modelle für die Porzellanplastiken. Seine Figuren zeichneten sich vor allem durch die pathetischen Gebärden aus, während hingegen die Ausführungen der Gebrüder Lück naiv und verspielt wirken. Unter Johann Peter Melchor erfolgt gegen Ende des 18. Jahrhunderts schließlich der Stilwandel zum Klassizismus.

Paul Anton Hannong verwendete sein Monogramm „PH“, zuerst mit dem Wittelsbacher Rautenschild und ab 1756 mit dem aufsteigenden Pfälzischen Löwen, als Marke. Joseph Adam kennzeichnete mit den Initialien „JAH“ und der Löwenmarke in Unterglasurblau. Unter Carl Theodor wurden die kurfürstlichen Initialien „CT“ mit dem Kurhut in Unterglasurblau verwendet. Die Formen, die nach 1918 in Nymphenburg verwendet wurden, wurden mit „CT“ und dem Nymphenburger Rautenschild ausgezeichnet.